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Über Uns
Mag. Christina Schlosser Präsidentin
Über Uns

Wer wir sind

Eine NGO zur Stärkung von Frauen in ganz Europa

Das Ziel ist, dass Frauen mehr am internationalen Diskurs teilhaben und ihre Interessen an Europäischen Themen einbringen. Als NGO haben wir Sitz und Stimme im Europarat und beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen in New York, Genf und Wien.


Unsere Geschichte

Seit 1953

Im Jahr 1953 war Österreich die Geburtsstätte der Dachorganisation EUW (European Union of Women). Sie wurde für Frieden und wirtschaftlichen Wiederaufbau von der österreichischen Abgeordneten zum Nationalrat, Dr. Lola Solar, gegründet. Frauen sollten am internationalen Diskurs zu teilhaben und ihr Interesse an Europäischen Themen geweckt werden. Ihr standen bereits 6 weitere Nationen zur Seite: Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Großbritannien und Schweden. Inzwischen gehören der EUW 17 Nationen an. In den 60 Jahren seit Bestehen der EUW hat dich die Rolle der Frau verändert und mit ihr auch die EUW. Jetzt hilft die EUW Frauen – am ganzen Europäischen Kontinent – eine aktive Rolle im politischen und gesellschaftlichen Leben zu spielen. Sie unterstützt Frauen in neuen Demokratien, an der Entwicklung ihrer Nation mitzuarbeiten.

Lola Solar
Geboren 13. Mai 1904 in Brunn am Gebirge
Gestorben 20. Mai 1989 in Mödling

Credit: ÖNB/Wien US10731

 

Als der 2. Weltkrieg zu Ende ging, war Lola Solar 41 Jahre alt und voller Tatendrang. Endlich konnte sie mitgestalten! Als Jahrgang 1904 war sie noch in die Monarchie hineingeboren. Als 15jähriger Teenager erlebte sie bewusst mit, wie am 16. Februar 1919 die Frauen erstmals wählen durften. Sie war eine höhere Tochter, von den Eltern gefördert. Vater Josef Solar war ein Jurist slowenischer Herkunft, der als Magistratsbeamter für die Stadt Wien arbeitete. Mutter Johanna war Hausfrau. Lola hatte eine ältere Schwester, Grete.

Lola hatte künstlerische Neigungen. Nach der Volks- und Bürgerschule in Mödling besuchte sie die Keramikklasse einer Kunstgewerbeschule, anschließend eine Lehrerinnenbildungsanstalt, die sie mit Matura 1926 abschloss. 1932/33 legte sie die Prüfung zur Hauptschullehrerin in den Fächern Naturgeschichte, Geografie und Zeichnen ab. Schon während ihrer Ausbildung arbeitete sie als Aushilfslehrerin in abgelegenen Dorfschulen im Waldviertel, etwa in dem Ort Neupölla. Die erste fixe Anstellung war ebenfalls im Waldviertel, in Göpfritz an der Wild.

Noch in der Zwischenkriegszeit begann sie, sich politisch-gesellschaftlich zu engagieren. Sie arbeitete bei der Katholischen Jugend mit, der Katholischen Aktion sowie der Vaterländischen Front. Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gab es eine Verpflichtung zur Mitgliedschaft bei dieser politischen Monopolorganisation, die ab 1934 in Österreich aufgebaut wurde. Eine Nichtmitgliedschaft hätte Berufsverbot bedeutet. Wegen ihrer Mitgliedschaft wurde sie gleich nach dem  „Anschluss“ im April 1938 durch die Nationalsozialisten vom Schuldienst enthoben. Diese Suspendierung dauerte bis Herbst 1938. Wegen eklatanten Personalmangels wurde sie dann zum Schuldienst zurück beordert und nach Hainburg versetzt. Dort unterrichtete sie bis Kriegsende. 1945 kehrte sie nach Mödling zurück, unterrichtete wieder an einer Hauptschule und wurde später Hauptschuldirektorin

Die Aufbruchstimmung, die ganz Österreich nach Ende des 2. Weltkrieges erfasste, riss auch Lola Solar mit. Sie wollte am Wiederaufbau und der Neugestaltung des Landes mitwirken und trat bereits 1945 der neu gegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) bei. Gleich danach wurde sie in Mödling gebeten, die Frauen der Stadt politisch zu organisieren – und für die anstehenden Wahlen zu motivieren. Sie wurde Niederösterreichische Landesleiterin der Österreichischen Frauenbewegung, eine Funktion, die sie bis 1970 inne hatte; 1950 kam die Bundesleitung hinzu.

In den ersten Friedensmonaten war die wichtigste Aufgabe der neu geschaffenen Frauenorganisation, Vor-Ort-Hilfe zu leisten. Lebensmittel mussten herbeigeschafft, Hilfsgüter, die von den Alliierten zugeteilt wurden, mussten verteilt, Heimkehrer versorgt werden. Dabei arbeiteten die Frauen parteiübergreifend zusammen. Es war dies etwas, das Lola Solar auch später immer wichtig war: Eine Bündelung der Kräfte über politische und geografische Grenzen hinweg. Später wurde sie geschäftsführende Vorsitzende des Österreichischen Wohlfahrtsdienstes (ÖWD), der Vorläuferorganisation des heutigen Österreichischen Hilfswerks.

Im Herbst 1949 zog Solar als ÖVP-Abgeordnete in den Nationalrat des Parlaments ein. Bis zu ihrem 66sten Lebensjahr war sie dort tätig. 1952 war sie Bundesparteiobmann-Stellvertreterin von  Julius Raab. Die Anliegen von Frauen, vor allem deren politische Teilhabe, waren zentral für ihre parlamentarische Arbeit. Deshalb war es ihr sehr bald wichtig, Kontakte zu gleichgesinnten politisch interessierten Frauen im übrigen Europa aufzubauen und zu pflegen. Denn eine aktive politische Teilhabe der Frau war nach dem Krieg keine Selbstverständlichkeit.

Im September 1953 kam es zu einem ersten Treffen in Salzburg, der „1. Internationalen Tagung christlich-demokratischer Frauen“ mit dem Titel „Frau und Volk“. Vertreterinnen aus neun europäischen Staaten nahmen daran teil. Dort wurde von Solar die Idee geboren, eine Europäische Frauen Union / EFU (European Union Women / EUW) zu gründen, die sich an politisch aktive Frauen „aus allen freien Teilen Europas“, wie in den Zeitungen hieß, richtete.

Der Vorschlag Lola Solars wurde von den 250 Teilnehmerinnen mit Freude angenommen. Die erste Generalversammlung der EFU fand im September 1955 in Den Haag statt und hatte für damalige Zeiten recht progressive Programmpunkte: Die Stellung der Frau wurde diskutiert, und zwar der verheirateten und der alleinstehenden, egal ob erwerbstätig oder nicht. Erstmals wurde die Entlohnung der unbezahlten Tätigkeit von Hausfrauen gefordert. Bei diesem Kongress wurde Solar erste  Präsidentin der EUW. Diese Position hatte sie bis 1959 inne; danach war sie bis zu ihrem Tod Ehrenpräsidentin der EUW.

Immer suchte sie für ihre politische Agenda Mitstreiterinnen. Friede sei nicht nur das Ruhen der Waffen, sondern „die brüderliche Einigkeit aller Menschen“, sagte sie einmal bei einem Treffen der Österreichischen Frauenbewegung. Der Wirkungskreis von Frauen könne sich nicht nur auf Familie und die nähere Umgebung beschränken; die Mitarbeit der Frauen in der Politik sei eine Notwendigkeit. Teilzeitbeschäftigung – und zwar für Frau und Mann, denn sonst käme es zu einer Benachteiligung – war ihr ebenfalls ein Anliegen. Viele dieser damaligen Ideen sind heute eine Selbstverständlichkeit, waren damals aber wegweisend.

Sie war eine sehr gute Rednerin, die die Menschen mitreißen konnte. Nach einem ihrer Auftritte in Niederösterreich wurden ihre Worte als „tief zu Herzen gehend“ beschrieben. Sie referierte über die Not der Zeit und die notwendige Einbindung von Frauen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens.

Lola Solar wurde als persönlich anspruchslos beschrieben, aber als eine Person, die mit großer Hartnäckigkeit ihre Ziele verfolgte. Bei einem Vortrag in Hainburg im Juli 1946 – sie war als frühere Lehrerin in Hainburg immer gerne gesehener Gast – sprach sie davon, dass die Frauen, die den Krieg überstanden hatten, „kein schwaches Geschlecht mehr“ seien. Die Frauen fühlten sich stark genug, alle Aufgaben zu meistern, die ein Neuaufbau einer moralischen, sittlichen Weltanschauung erfordere, meinte sie. Ihre Reden wurden mit großem Beifall aufgenommen.

Gleicher Lohn bei gleicher Qualifikation, dies war etwas, für das sie bereits 1946 eintrat. Auch müssten mehr Frauen in leitende Stellungen aufsteigen, erklärte sie. Dies waren sehr weitreichende Forderungen, schließlich war bis zur Familienrechtsreform 1975 der Mann familiäres Oberhaupt, sodass er zu einer Berufstätigkeit seiner Ehegattin Zustimmung – oder Verweigerung – geben konnte.

Um das Ziel, eine Besser- und Gleichstellung der Frau zu erreichen, war es notwendig, Allianzen zu bilden – dies war Lola Solar immer klar. Mit der Gründung der Europäischen Frauen-Union verfolgte sie diesen Zweck auf europäischer Ebene. Auch bei der parlamentarischen Arbeit suchte sie Mitstreiterinnen, oft aus anderen Parteien. Im Jahr 1969 gründete sie mit der SPÖ-Politikerin Hertha Firnberg den „Österreichischen Frauenring“.

 

 

Text von Mag. Johanna Ruzicka, Wien 2021
Mit besonderem Dank an Elfriede Leimgruber-Casagranda für das Gespräch über die 1980er Jahre der EUW und an Franziska Stampfer für das Buch Geschichte der Europäischen Frauen-Union, Sektion Schweiz, von Paloma Martino.

Unsere Mission & Werte

Freundschaft, Übereinstimmung und gegenseitiger Respekt sind unter den 17 Teilnehmerstaaten gewachsen und haben sich in der EUW seit Jahrzehnten bewährt.


Wir realisieren diese Visionen indem wir
Europa zur zentralen Größe, dem politische Gefäß, machen, in der wir Verantwortung zu übernehmen. Dazu wollen wir andere Frauen dazu animieren und leiten!

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